Uveitis

Spezialsprechstunde - entzündliche Augenerkrankungen
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Seltene, jedoch potenziell Sehkraft-bedrohende Entzündungen zumeist im Augeninneren, welche häufig chronisch sind und oftmals eine längere systemische Therapie erforderlich machen.
Wir stellen Diagnosen, empfehlen je nach Augenbefund interdisziplinäre Abklärungen (z.B. rheumatologisch oder lungenfachärztlich) sowie je nach Uveitis-Unterform ambulante Bildgebungen wie z.B. MRT und ordnen im Anschluss die Befunde ein. Wenn die Diagnose gestellt und mögliche Begleiterkrankungen in anderen Körperbereichen abgeklärt sind, beraten wir Sie mit unserer Expertise bezüglich der verschiedenen Uveitisunterformen sowie - sofern nötig - den in das Immunsystem eingreifenden Medikamenten (z.B. Methotrexat oder Prednisolon). In den Kontrolluntersuchungen begleiten wir Sie während der Therapie und passen im Bedarfsfall die Dosierungen an bzw. stellen die Medikation um, falls es Probleme wie etwa Unverträglichkeiten gibt.
Dabei greifen wir im Bedarfsfall auf hochmoderne Technik (optische Kohärenztomografie - OCT) zurück, um Krankheitsaktivität und Therapie optimal steuern zu können. Diese erlaubt eine Beurteilung des hinteren Augenabschnittes im Mikrometer-Bereich, sodass auch kleinste - mit dem menschlichen Auge kaum oder nicht sichtbare - Veränderungen erfasst werden können. Zudem können Verlaufskontrollen hochqualitativ und objektiv erfolgen. In bestimmten Fällen kann eine intravitreale Therapie empfehlenswert werden, das heißt das Einbringen von Medikamenten in den Glaskörperraum.
Zusätzlich bieten wir Kontrolluntersuchungen in Fällen an, in denen gegenwärtig keine Schub-verhindernde Therapie nötig ist. Sollte sich im Verlauf eine vermehrte Krankheitsaktivität und somit eine potenzielle Augenschädigung zeigen, schätzen wir diese ein und geben bei Bedarf Empfehlungen zu den Therapieoptionen. Des Weiteren begleiten wir Sie auch bei Auslassversuchen länger bestehender Systemtherapien. Herr Dr. Mester hat sich auf diesen Bereich spezialisiert.
Neben der längerfristigen Anbindung an unsere Spezialsprechstunde bieten wir auch Zweitmeinungen bzw. Mitbeurteilungen an, zum Beispiel bei neu diagnostizierter Uveitis, chronischer Erkrankung, unklaren Fällen oder auch auf Zuweisung anderer Fachdisziplinen. Beispiele sind hier die Sarkoidose aus der Pneumologie, die multiple Sklerose als neurologisches Krankheitsbild oder Erkrankungen aus dem rheumatologischen Formenkreis, welche nicht selten auch die Augen betreffen, vor allem im Kindesalter.
Bitte beachten Sie: da die OCT derzeit keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ist, berechnen wir diese Untersuchung als IGeL-Leistung analog zur Gebührenordnung für Ärzte. Privatversicherte erhalten die Kosten in der Regel erstattet.
